Erstgespräch

Daseinsanalytische Psychotherapie bedeutet eine tragende Beziehung zwischen dem/der Therapeuten/in und dem/der Klient/in und beschränkt sich nicht auf ein Subjekt - Objekt - Verhältnis. In einer Atmosphäre des Vertrauens soll sich der/die Klient/in zutrauen", das zur Sprache zu bringen, was ihm/ihr am Herzen liegt. Anfangs kann dies mit Ängsten verbunden sein, die zu Abwehr und Widerstand führen können. Diese werden von dem/der Therapeuten/in verstehend ausgehalten und im Laufe der therapeutischen Beziehung durch bedingungslose Akzeptanz, Echtheit und Empathie zu überwinden gesucht.

Das Erstgespräch dient dem Kennenlernen und der Abklärung von Anliegen, Motiv und Wunschziel des/der Klienten/in. Dabei soll der/die Klient/in von Anfang an ausreichend zu Wort kommen. Das umfasst sowohl die den Lebensvollzug störenden Probleme und Symptome als auch den familiären und beruflichen Hintergrund, sowie eine etwaige therapeutische oder medizinische Vorgeschichte.

Ziel des Erstgeprächs ist es zu klären, ob die Voraussetzungen für das Gelingen einer therapeutischen Behandlung gegeben sind. Als allgemeine Indikatoren zählen dazu der subjektive Leidensdruck, sowie die Motivation sich mit den eigenen persönlichen Konflikten auseinanderzusetzen. Weiters sind eine gewisse Frustrationstoleranz und Beziehungsfähigkeit ausschlaggebend. Im Erstgespräch soll auch eine Üereinkunft über die weitere Vorgehensweise im Hinblick auf das angestrebte Ziel erreicht werden. Dabei wird besprochen, ob eine Einzelanalyse, eine Kurzzeittherapie, eine stützende Begleitung, oder eine Gruppen-, Paar-, oder Familientherapie am angemessensten erscheint. Welche therapeutische Maßnahme angezeigt ist, dafür ist weniger eine bestimmte Symptomatik ausschlaggebend, als vielmehr der/die Patient/in selbst.

Abgeklärt werden weiters auch das Setting, die analytische Grundregel, die Frequenz, die voraussichtliche Dauer und die Kosten der Therapiesitzungen. Thema und Umfang eines Erstgesprächs können manchmal auch eine zweite Sitzung erfordern.